Wasser unter der Therme: Woher kommt es?

Kurz gesagt

Wasser unter der Therme stammt meist aus dem Kondensatablauf, dem Sicherheitsventil oder einer undichten Verschraubung. Prüfe den Anlagendruck und die Abflussschläuche. Tropft es aus dem Gerät selbst, schalte die Therme stromlos und ruf den Fachbetrieb.

Eine Pfütze unter der Therme ist erst einmal beunruhigend, hat aber oft eine einfache Ursache. Wichtig ist, schnell zu reagieren, damit kein Wasser in die Elektrik läuft.

Sicherheit zuerst: Läuft Wasser auf Steckdosen oder Kabel, mache die Heizung über Sicherung oder Notschalter stromlos, bevor du in die Nähe gehst.

Ursachen

Kondensatablauf (Brennwertthermen). Brennwertgeräte erzeugen Kondenswasser. Ist der Schlauch abgerutscht, geknickt oder der Abfluss verstopft, läuft es daneben. Kondensat ist leicht sauer.

Sicherheitsventil spricht an. Bei zu hohem Druck gibt es Wasser ab. Normalerweise läuft das in einen Trichter – fehlt dieser oder ist er verstopft, landet es am Boden.

Undichte Verschraubungen. An Vorlauf, Rücklauf, Kalt- oder Warmwasser unter der Therme. Kalkränder oder Rost verraten die Stelle.

Undichter Wärmetauscher oder interne Leitung. Wasser tropft aus dem Gehäuse. Das gehört in Fachhände.

Tauwasser an Kaltwasserleitungen. Im Sommer kann sich an kalten Rohren Kondenswasser bilden.

Automatischer Entlüfter. Kann bei Defekt Wasser abgeben.

Was du selbst prüfen kannst

  1. Wische die Pfütze auf und lege trockenes Küchenpapier unter die Therme. So siehst du, wo es tropft.
  2. Prüfe den Anlagendruck: Fällt er, verliert das Heizsystem Wasser.
  3. Kontrolliere den Kondensatschlauch außen: sitzt er fest im Abfluss, ist er geknickt?
  4. Prüfe den Trichter unter dem Sicherheitsventil: frei und angeschlossen?
  5. Betaste die sichtbaren Anschlüsse unter dem Gerät vorsichtig (Achtung, heiß!) auf Feuchtigkeit.
  6. Kommt Wasser aus dem Gehäuse: stromlos machen, Fachbetrieb rufen.

Öffne nicht das Gehäuse und ziehe keine Verschraubungen am Gasanschluss an.

Welches Wasser ist es?

Die Art des Wassers verrät viel über die Quelle. Schau dir die Pfütze genau an, bevor du sie aufwischst.

Klar und fast geruchlos, tropft regelmäßig bei laufendem Brenner. Das ist sehr wahrscheinlich Kondensat. Es entsteht nur, wenn die Therme heizt. Im Sommer, wenn nur Warmwasser bereitet wird, ist die Menge kleiner. Steht die Therme still und es tropft trotzdem, ist Kondensat unwahrscheinlich.

Leicht gefärbt, grau oder bräunlich. Heizungswasser ist oft etwas trüb oder dunkel, weil es Schwebstoffe aus den Heizkörpern enthält. Fällt gleichzeitig der Druck am Manometer, verliert das Heizsystem Wasser.

Klar, und es tropft auch nachts oder ohne Heizbetrieb. Das kann Trinkwasser sein, etwa an der Kalt- oder Warmwasserverschraubung. Der Anlagendruck der Heizung bleibt dann meist stabil. Achte auf Kalkränder an den Anschlüssen.

Nur im Sommer, feine Tropfen außen an Rohren. Das ist Tauwasser. Warme, feuchte Luft kondensiert an kalten Leitungen. Eine Rohrisolierung hilft. Das ist kein Defekt der Therme.

Das Sicherheitsventil verstehen

Das Sicherheitsventil schützt die Anlage vor zu hohem Druck. Meist liegt der Ansprechdruck bei Thermen im Einfamilienhaus bei rund 3 bar. Den genauen Wert findest du auf dem Ventil oder in der Anleitung.

Tropft das Sicherheitsventil, gibt es zwei typische Gründe. Entweder steigt der Druck beim Aufheizen zu stark an, weil das Ausdehnungsgefäß nicht mehr richtig arbeitet. Oder es wurde zu viel Wasser nachgefüllt. Beobachte dazu den Druck: Liegt er kalt im Normalbereich und steigt beim Heizen bis nahe an den Ansprechdruck, ist das Ausdehnungsgefäß ein wahrscheinlicher Kandidat. Das prüft der Fachbetrieb.

Manchmal bleibt das Ventil nach dem Ansprechen auch leicht undicht, weil sich Schmutz im Sitz festsetzt. Dann tropft es dauerhaft, obwohl der Druck normal ist. Ein Tausch ist günstig und schnell erledigt, gehört aber in Fachhände.

Schäden vermeiden

Stell eine flache Schale unter die Tropfstelle, bis der Fachbetrieb kommt. Kontrolliere den Druck täglich. Fällt er unter den Mindestwert, geht die Therme meist auf Störung. Fülle nur nach, wenn die Anleitung das für Betreiber vorsieht, und nur so weit wie nötig. Informiere als Mieter sofort den Vermieter, damit ein Folgeschaden nicht an dir hängen bleibt.

Kosten (Richtwerte)

Kondensatschlauch neu befestigen: meist selbst möglich, sonst 60–120 €. Verschraubung abdichten: 80–200 €. Sicherheitsventil tauschen: 80–200 €. Wärmetauscher tauschen: 500–1.500 €, je nach Gerät.

Wann der Fachmann ran muss

  • Wasser tropft aus dem Inneren der Therme.
  • Der Druck fällt deutlich ab.
  • Die Elektrik ist nass geworden.
  • Du findest die Ursache nicht.

Häufige Frage

Ist Kondensat schädlich? Es ist leicht sauer. Kleine Mengen wischst du einfach auf. Über längere Zeit kann es Böden oder Metall angreifen.

Kurz zusammengefasst

Bei Brennwertthermen ist der Kondensatablauf die häufigste Quelle, gefolgt vom Sicherheitsventil. Beides kannst du von außen prüfen. Fällt gleichzeitig der Anlagendruck, verliert das Heizsystem Wasser, und die Ursache sollte bald gefunden werden. Tropft es aus dem Inneren des Geräts, gilt: stromlos machen und den Fachbetrieb rufen.

Redaktion Heizungsretter · Stand: · Angaben ohne Gewähr.