Junkers Cerapur Fehler F7: Flamme erkannt, obwohl Brenner aus ist
Kurzantwort
F7 bedeutet, dass die Therme ein Flammensignal misst, obwohl der Brenner ausgeschaltet ist. Häufige Ursache ist Feuchtigkeit an Elektronik oder Elektrode, seltener eine undichte Gasarmatur. Nicht wiederholt entstören, sondern Fachbetrieb holen.
Rot heißt: nicht selbst eingreifen. Gerät ausgeschaltet lassen und einen Fachbetrieb oder Notdienst rufen. Bei Gasgeruch: Gasgeruch: was tun.
Ursachen (nach Häufigkeit)
- Feuchtigkeit/Kondensat an Elektrode, Stecker oder Platine (häufig)
- Defekte Ionisationselektrode oder Leitung (gelegentlich)
- Gasarmatur schließt nicht dicht, Nachbrennen (selten)
Bei F7 erkennt die Elektronik ein Flammensignal, obwohl kein Brenner laufen sollte. Die Therme misst die Flamme über einen sehr kleinen Strom an der Ionisationselektrode. Fließt dieser Strom, obwohl das Gasventil geschlossen ist, passt etwas nicht. Meist ist das ein Fehlsignal. Im seltenen Fall brennt aber tatsächlich eine kleine Flamme weiter, weil Gas nachströmt. Deshalb ist Vorsicht angesagt, und der Code ist rot eingestuft. Die genaue Bedeutung kann je nach Cerapur-Generation abweichen. Typenschild und Anleitung zeigen, welche Variante du hast.
Mögliche Ursachen:
Feuchtigkeit. Kondensat oder hohe Luftfeuchte an der Ionisationselektrode, an ihrer Leitung oder auf der Platine kann einen Kriechstrom erzeugen. Die Therme deutet diesen Strom als Flamme. Das ist die häufigste Ursache. Typisch sind feuchte Keller, Waschküchen oder ein kleines Leck über oder in der Therme.
Defekte Elektrode oder Leitung. Beschädigte Isolation, ein gerissener Keramikkörper oder ein angeschmortes Kabel wirken ähnlich. Auch hier fließt ein Strom, wo keiner fließen sollte.
Gasarmatur. Schließt das Gasventil nicht vollständig, kann nach dem Abschalten eine kleine Flamme bleiben. Das ist selten, aber ernst. Unverbranntes oder nachbrennendes Gas gehört nicht in eine abgeschaltete Therme.
Elektronik. Sehr selten wertet die Platine das Signal falsch aus, etwa nach Feuchtigkeitsschäden oder Überspannung.
Was du selbst prüfen kannst
Bei F7 geht es vor allem um Sicherheit. Die Fehlersuche übernimmt der Fachbetrieb.
- Auf Gasgeruch achten. Riecht es nach Gas, sofort Notfallverhalten: keine Schalter betätigen, Fenster öffnen, Haus verlassen und vom Freien aus den Gas-Notdienst anrufen. Mehr dazu im Ratgeber „Gasgeruch – was tun".
- Therme ausschalten. Ohne Gasgeruch die Therme über den Hauptschalter oder Notschalter ausschalten.
- Gashahn schließen. Den Gashahn unter der Therme zudrehen, bis der Fachbetrieb kommt. Der Griff steht dann quer zur Leitung.
- Umgebung beobachten. Ist der Raum sehr feucht? Gibt es Wasserflecken, Kondenswasser an Wänden oder tropft etwas auf die Therme? Das notieren.
- Einmal entstören. Das ist vertretbar, wenn kein Gasgeruch vorliegt und du zuvor den Hahn wieder geöffnet hast. Kommt F7 zurück, nicht weiter probieren. Gashahn wieder schließen.
- Zeitpunkt notieren. Tritt F7 direkt nach dem Abschalten des Brenners auf, morgens bei kalter Therme oder bei feuchtem Wetter? Das hilft bei der Diagnose.
- Lüften. Ist der Aufstellraum feucht, gut lüften. Das kann bei Feuchtigkeit als Ursache helfen. Es ersetzt aber nicht die Prüfung.
Das Gehäuse bleibt zu. Elektrode, Gasarmatur und Elektronik sind reine Fachbetriebsarbeit.
Warmwasser und Heizung bis zum Termin
Solange der Gashahn zu ist, gibt es weder Heizung noch Warmwasser über die Therme. Überbrücke kalte Tage mit elektrischen Heizgeräten. Nutze keine Gasgeräte ohne Abgasführung und kein offenes Feuer in Innenräumen. Bei Frost Räume mit Wasserleitungen nicht auskühlen lassen.
Wann der Fachmann ran muss
Bei F7 solltest du immer zeitnah einen Heizungsfachbetrieb rufen. Auch wenn der Code nach einem Reset verschwindet. Er prüft zuerst die Gasarmatur auf Dichtheit. Dann misst er den Ionisationsstrom im Ruhezustand. Fließt dort ein Strom, sucht er Feuchtigkeit, Kriechwege oder beschädigte Isolation. Auch die Feuchtigkeitsquelle im Raum oder im Gerät sollte er finden. Sonst kommt der Fehler bald zurück.
Die Kosten reichen von einer einfachen Elektrode bis zu einer neuen Gasarmatur oder Platine (Richtwerte). Oft genügt es, Elektrode oder Leitung zu tauschen und das Gerät zu trocknen. Liegt ein Leck in der Nähe vor, kommt dessen Reparatur dazu.
Sofort und notfalls über den Notdienst solltest du handeln, wenn du Gasgeruch bemerkst, wenn du durch das Sichtfenster eine Flamme bei ausgeschaltetem Brenner siehst oder wenn die Therme nach dem Abschalten ungewöhnlich heiß bleibt. Dann Gashahn zu, Therme aus und Raum lüften.
Ein CO-Melder in der Nähe der Therme ist eine sinnvolle Ergänzung. Er ersetzt aber keine Wartung. Arbeiten an Gasweg und Brenner dürfen nur eingetragene Fachbetriebe durchführen.
Vorbeugen
Halte den Aufstellraum trocken und gut belüftet. Hänge keine nasse Wäsche direkt neben die Therme. Lass kleine Lecks an Leitungen oder Verschraubungen früh abdichten. Bei der jährlichen Wartung prüft der Fachbetrieb Elektroden, Kabel und die Dichtheit der Gasarmatur. So fällt ein schleichender Defekt auf, bevor F7 erscheint.
Diagnose, Trocknen/Tausch von Elektrode oder Leitung, ggf. Gasarmatur oder Platine
| Anfahrt · Pauschale | 50 € |
|---|---|
| Arbeitszeit · 1–2 Std. × 90 € | 90–180 € |
| ggf. Elektrode, Leitung, Gasarmatur oder Platine | 0–350 € |
| Summe | 140–580 € |
Annahmen, keine Preise eines bestimmten Betriebs: 90 €/Std. Arbeitszeit, 50 € Anfahrt, Teile ohne genauere Angabe pauschal 50 €. Tatsächliche Kosten hängen von Region, Betrieb und Befund ab.
FAQ
Warum ist F7 als rot eingestuft?
Im seltenen Fall brennt tatsächlich eine Flamme weiter, weil Gas nachströmt. Das muss ausgeschlossen werden.
Tritt F7 häufiger bei feuchtem Wetter auf?
Ja, Feuchtigkeit in Kellern oder Kondensat im Gerät ist eine typische Ursache.
Was mache ich, wenn es nach Gas riecht?
Keine Schalter betätigen, Fenster öffnen, Haus verlassen und vom Freien den Gas-Notdienst anrufen.
Redaktion Heizungsretter · Stand: · Keine Eingriffe am Gasweg. Angaben ohne Gewähr.